Geschichte der Peif

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Geschichte der Peif

Also steht es über dem Eingang dieses schmucken Hauses zu lesen. Und schweift der Blick weiter nach oben, so grüßt vom First die mittelalterliche Kostümfigur der Wetterfahne, die die Initialien des Magisters Weber und die Jahreszahl der Hauserbauung trägt.

Sie, sowie das über die reine Funktionalität weit hinausgehend reich verzierte Fachwerk, als auch die Nähe des Hauses zum Burgkomplex zeugen vom Wohlstand des Erbauers.

Wohl manches mal hat das Haus seitdem sein Gesicht gewandelt: hier wurde Leder gegerbt, wie in so vielen Häusern der Stadt, als das Löherhandwerk noch bedeutenster Erwerbszweig in Idstein war; eine Schlosserei wurde von einer Faßbinderei abgelöst; bald wurde hier gebraut und Bier ausgeschenkt.

Faßbar wird die Geschichte des Hauses durch die Chronik der

Familie Michel, die es 1784 von der Familie des Landmiliz-Kapitäns Adam Ries, nach dem das Haus den Namen „Zum Riesen" trug, erwarb. Zu jener Zeit wurde es neben der Gerberei auch schon als Gastwirtschaft genutzt. 1811 erscheint in der Chronik erstmals, bezugnehmend auf das Haus, der Vermerk "jetzt Peif genannt", doch es fehlt jeder Hinweis auf den Ursprung des Namens.

1852 kommt die „Peif' in Hoffmann'schen Besitz, als eine Michel-Tochter den Johann Karl Hoffmann heiratet.

In jener Zeit bis in die 20er Jahre unseres Jahrhunderts bedeckten Putz und Schiefer das für „bäurich-unfein" gehaltene Fachwerk, das erst 1926 nach tunfassender Renovierung wie der zum Vorschein kommt: eine neue Perle in der Kette schöner Idsteiner Bauten, wie die Lokalnachrichten vom 2. Oktober stolz vermerken.

In den 50er Jahren weicht die Gastwirtschaft einer Apotheke, bis im Juni 1983 die „Peif" erneut als Gasthaus seine Türe öffnet.

Daß die „Peif' schon vor 100 Jahren ein beliebtes Lokal war, davon berichten Inserate im Idsteiner Anzeigenblatt jener Zeit, und auch mancher „Bauschüler" verbindet mit seiner Studienzeit in Idstein „feucht-fröhliche" Abende in der alten „Peif".

Die Tradition gepflegter Gastlichkeit zu wahren, ist auch heute unser wichtigstes Anliegen.

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